Rainer Lakmann  —  Ein Ostwestfale in Oberbayern!

DETEKTIVE & AGENTEN

Meine persönlichen Favoriten:
Ein gar nicht dünner Ex-Detektiv, ein korpulenter Belgier und ein smarter FBI Special Agent ...  

• Nick Charles - "Der dünne Mann"

• Hercule Poirot - Mord im Orient-Express

• Magnum - "Ich weiß jetzt genau, was Sie denken, und Sie haben recht ..."

• Max Headroom - "Ich bin keine künstliche, sondern eine künstlerische Intelligenz"

• James Bond - "Nobody does it better"

• FBI Special Agent Dale Cooper - Twin Peaks / "Fire walk with me"



Nick Charles - "Der dünne Mann"

Ein Geheimtipp ist Nick Charles, die Hauptfigur in den "Dünner Mann"-Krimis aus den 1930er/1940er-Jahren. Denn Nick Charles als Privatdetektiv wider Willen, der sich neckische Wortgefechte mit seiner Ehefrau Nora liefert und ganz cool die Fälle löst, ist immer ein Wiedersehen wert.

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William Powell (Nick Charles) und Myrna Loy (Nora Charles) waren eines der Traumpaare der 1930er-Jahre. Und der Terrier Asta ist legendär (der Hund in dem Film "The Artist" stellt eine Hommage an ihn dar). Die ersten drei Filme sind die besten der Reihe – mein Lieblingsfilm ist Teil 1: "Der dünne Mann".

Im Roman "Der dünne Mann" von Dashiell Hammett sowie in den ersten der insgesamt 6 Filme war gar nicht Nick Charles der "dünne Mann", sondern das jeweilige Mordopfer. Im 2. Teil: "Nach dem dünnen Mann" kommt sogar kein dünner Mann vor. Erst im Teil 5: "Der dünne Mann kehrt heim" bezieht sich der Filmtitel klar auf Nick Charles. Da Nick Charles ein Genießer und Whiskytrinker war, konnte er auch gar nicht richtig dünn sein.

 
Spannend ist auch die Entstehungsgeschichte des Romans "Der dünne Mann". Dashiell Hammett war ja eher bekannt für seine sehr düsteren Krimis, beeinflusst durch seine eigenen Erfahrungen als Privatdetektiv bei Pinkerton (u.a. beteiligt an den Ermittlungen im Fall Roscoe "Fatty" Arbuckle), die Kriminalität in seiner durch die Prohibition stark geprägte Heimatstadt San Francisco und durch seine schwere Krankheit (Tuberkulose) sowie seine anhaltenden Ehe- und Geldprobleme.  

Doch als Hammett ein Engagement als Drehbuchautor in Hollywood bekam, wodurch sich seine finanziellen Probleme lösten, und dort zudem die Autorin Lilian Hellman kennen und lieben lernte, änderte sich auch der Grundton in seinen Geschichten. Die Neckereien zwischen Hammett und Hellman (die mit Hammett und ihrem Ehemann in einer Dreiecksbeziehung lebte) dienten als Vorbild für die Screwball-Dialoge zwischen Nick und Nora Charles (► siehe die YouTube-Playlist oben).  


Alle Filme zum "Dünnen Mann" im Überblick 

 
Mehr Infos zum "Dünnen Mann" unter: 


Hercule Poirot - Mord im Orient-Express

Hercule PoirotEin in London lebender Belgier – non, non, kein Franzose! Eitel und selbstverliebt. Korpulent und mit einem Eierkopf ausgestattet. Seine Kleidung stets so makellos, "als ob ein einziges Sandkorn ihm mehr Schmerzen zufügen könnte als eine Kanonenkugel". Aber auch ein genialer Detektiv, dessen "kleine grauen Zellen" immer im Hochbetrieb arbeiten.

Erfunden wurde Hercule Poirot von der britischen Schriftstellerin Agatha Christie, die auch "Miss Marple" ersonnen hat. Doch während die betuliche Miss Marple kaum aus ihrem Dorf herauskommt, ist Poirot gern auf Reisen und löst überall seine Fälle.

Das berühmteste Abenteuer des belgischen Meisterdetektivs ist natürlich "Mord im Orient-Express": Nachdem Poirot gerade einen Fall im nahen Osten Osten gelöst hat, möchte er einfach nur mit dem legendären Luxus-Zug feudal nach Hause reisen. Doch dann wird im Schlafwagen-Abteil nebenan ein Mann ermordet aufgefunden - erstochen mit 12 Messerstichen. 

Keine Frage, dass Hercule Poirot auch diesen Fall meisterhaft löst und dabei sogar ein zurück liegendes Familiendrama (inspiriert durch den realen Fall der "Jahrhundert-Entführung" von Charles Lindbergh jun., Sohn des bekannten Flugpioniers) sühnen kann.


Verfilmt wurde der Roman "Mord im Orient-Express" schon mehrfach. Am besten ist nach wie vor die sehr aufwändige Verfilmung aus dem Jahre 1974 mit Albert Finney als stutzerhaftem Hercule Poirot sowie Sean Connery, Michael York, Martin Balsam, Ingrid Bergmann, Lauren Bacall, Jacqueline Bisset und weiteren Stars (► siehe oben den Trailer zum Film als YouTube-Video).

Aber auch der Film mit David Suchet aus dem Jahre 2010 ist sehenswert (wenngleich ich bei David Suchet an seine Rolle als brutaler arabischer Terrorist in "Einsame Entscheidung" denken muss). Dieser Film entstand im Rahmen der über mehrere Jahrzehnte produzierten britschen TV-Serie "Agatha Christie's Poirot" und war eine der letzten Episoden dieser Reihe. Suchet spielt den Detektiv hier deutlich ernster als Albert Finney: Poirot ist mit sich sehr unzufrieden und sucht Trost in Gebeten zu Gott; zudem ist er zunächst nicht bereit, die von den Passageren verübte Selbstjustiz zu dulden und ringt quälend mit sich, welche Version der Geschichte er der jugoslawischen Polizei berichten soll.

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Gar nicht empfehlenswert ist dagegen die TV-Version aus dem Jahr 2001 mit Alfred Molina als Hercule Poirot – unter der Regie von Carl Schenkel ("Abwärts", "Knight Moves") produziert für das US-amerikanische Fernsehen. Da es sich um eine Co-Produktion mit dem deutschen Fernsehen handelte, wirkten mit Fritz Wepper (ja, genau, "Harry Klein" aus "Derrick") und Kai Wiesinger ("Kleine Haie", "Stadtgespräch") auch mehrere deutsche Schauspieler mit, was leider die Qualität des Streifens nicht gehoben hat.

Alfred Molina ist als steif und bieder wirkender Poirot-Darsteller leider eine komplette Fehlbesetzung. Auch die Tatsache, dass die Handlung in die Gegenwart versetzt wurde (Hercule Poirot betreibt Recherchen im Internet und findet dort natürlich prompt private Filmchen aus dem Hause Armstrong, die ihm bei der Aufklärung helfen), wirkt recht unpassend.

Zum Glück gibt es noch weitere Verfilmungen: Der bekannte Regisseur und Schauspieler Kenneth Branagh hat nun eine weitere Version von "Mord im Orient-Express" in die Kinos gebracht und sich dabei offensichtlich von dem prunkvollen Streifen aus 1974 hat inspirieren lassen.

Neben Branagh selbst wirken Johnny Depp, Daisly Ridley (Star Wars), Michelle Pfeiffer, Penelope Cruz, Judi Dench und Willem Dafoe als Darsteller mit, also eine Starriege, die sich mit der Besetzung aus dem 1974er-Film absolut messen lassen kann. Hier ein Trailer dazu:


Mehr Infos zu Hercule Poirot unter: 

 



Magnum - "Ich weiß jetzt genau, was Sie denken, und Sie haben recht ...

Ich bin durch das Fernsehen (und die Musik) der 1980er Jahre geprägt: Dazu gehört neben "Miami Vice" auch die Krimiserie "Magnum". Der Katholische Filmdienst urteilte damals über die Geschichten des Privatdetektivs Thomas Magnum: "Mehr aufgeregte als aufregende Abenteuer".

Doch das spielte keine Rolle: Wer wollte nicht mit Magnum tauschen, im Gästehaus einer feudalen Villa direkt am Strand von Hawaii leben und mit einem knallroten Ferrari durch Honolulu brausen. Nur auf den Schnurrbart konnte man gut verzichten. Obwohl geprägt durch seine Erfahrungen als Soldat im Vietnam-Krieg, ist Magnum ein lockerer, unbeschwerter Bursche geblieben, dessen Unbekümmertheit den Majordomus Mr. Higgins immer wieder in die Raserei treibt.

Und anders als die todernsten und recht selbstverliebten Sonny Crockett & Ricardo Tubbs aus "Miami Vice" ist Magnum jemand, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt und seine Handlungen aus dem Off selbstironisch kommentiert: "Ich weiß jetzt genau, was Sie denken, und Sie haben recht ..."

Im deutschen Fernsehen sind zwei unterschiedliche Versionen gezeigt worden. Da die Originalfolgen jeweils rd. 50 Minuten lang waren, aber die Serie Anfang der 1980er-Jahre in der ARD auf einem Sendeplatz ausgestrahlt wurde, der nur 43 Minuten lang war (montags um 20.15 Uhr; um 21.00 Uhr musste dann pünktlich das politische Magazin, z.B. Kontraste oder Panorama, starten; dazwischen gab es noch Programmhinweise), kürzte die ARD aus jeder Folge einige Minuten einfach heraus. Zudem wurden eine Folgen auch inhaltlich überarbeitet: Anspielungen auf den Vietnam-Krieg und die NS-Zeit wurden, da anscheinend für ein Unterhaltungsprogramm nicht schicklich, herausgeschnitten. 

Als dann RTL in den 1990er-Jahren die Rechte für "Magnum" übernahm, wollte man die Episoden analog zum Original zeigen. Hierzu musste man allerdings die Folgen neu synchronisieren, da die ARD die herausgeschnittenen Szenen nicht übersetzt hatte und einige Synchronsprecher nicht mehr verfügbar waren, beispielsweise der Sprecher von Higgins.

 
Mehr Infos zu Magnum unter:  



Max Headroom - "Ich bin keine künstliche, sondern eine künstlerische Intelligenz"

Ach ja, die 1980er Jahre haben einige interessante Detektive hervorgebracht. Zu ihnen gehören ohne Frage auch der rasende Reporter Edison Carter und sein virtuelles Alter Ego Max Headroom – eine computergenerierte Figur (beide gespielt von Matt Frewer). Produziert 1985-1988, war die Cyberpunk-TV-Serie seinerzeit Kult aufgrund der – heute recht trashig wirkenden – Videoclip-Ästhetik mit hoher Schnittfolge und den flotten Sprüchen des stotternden Max Headroom.


Die Serie spielt in der Zukunft in den Jahren 2005/2006. Der Reporter Edison Carter arbeitet für den privaten TV-Sender Network 23, der um Einschaltquoten kämpft und dabei nicht immer zimperlich vorgeht. Carter kämpft gegen Verbrecher und böse Organisationen. Dabei geht es häufig um psychische Manipulationen der Bürger mittels Computer oder Fernseh-Sendungen. Mit ihrer latenten Kritik an der Beeinflussbarkeit der Menschen durch die neuen Medien war die Serie ihrer Zeit sogar ein klein wenig voraus.

Edison Carter gerät bei seinen Recherchen häufig in Lebensgefahr. Bei einer Verfolgungsjagd prallt er gegen die Schranke eines Parkhauses und fällt ins Koma. Eine junger Computer-Hacker namens Bryce Lynch scannt seinen Kopf mit den Hirnströmen und erzeigt dadurch eine virtuelle Figur, die sich selbst Max Headroom nennt. Der Name resultiert daher, dass Carter während seines Unfalls als Letztes die Schranke mit der Aufschrift "Max. Headroom" (max. Durchfahrtshöhe) gesehen hatte. 

Doch Carter überlebt. Und Max Headroom gibt nun im Programm stets seine pfiffigen Kommentare zum Tagesgeschehen. Heute ist die Serie "Max Headroom" leider nahezu vergessen, was auch daran liegt, dass sie in Deutschland immer noch nicht auf DVD erhältlich und auch kaum im Fernsehen zu sehen ist. Man muss also bei YouTube oder anderswo suchen, wenn man Max Headroom gucken will. 

Max Headroom war als Figur bereits 1984 entstanden und fungierte als virtueller Ansager für Musikclips beim britischen TV-Sender Channel 4. Im Videoclip des Songs Paranoimia der Band Art Of Noise – auch dies ein typisches Produkt der 1980er Jahre – steht Max Headroom sogar im Mittelpunkt.

 
Mehr Infos zu Max Headroom unter: 


► James Bond - "Nobody does it better"

Na ja, welcher Mann ist kein Fan von James Bond!? So habe natürlich auch ich alle Romane von Ian Fleming gelesen, sämtliche Filme mit dem legendären Gunbarrel-Vorspann mehrfach gesehen sowie alle Songs zigfach durchgehört.

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Sean Connery gilt als Inbegriff von James Bond. Was viele nicht wissen: Er war nicht der erste Bond-Darsteller; dies war nämlich Barry Nelson, der 1954 in dem TV-Film "Casino Royale" den amerikanischen Agenten Jimmy (sic!) Bond spielte, der im Auftrag der "Combined Intelligence Organization" den Bösewicht Le Chiffre jagt.

Außerdem galt Sean Connery, der die Rolle ab 1962 in "007 jagt Nr. No" verkörperte, seinerzeit sogar als Fehlbesetzung. Er war zu der Zeit noch fast unbekannt, zudem ein Schotte mit einem starken schottischen Akzent, und er musste bereits für seinen ersten Bond-Film ein Toupet tragen. Ian Fleming hatte sich Cary Grant als Darsteller gewünscht, doch dieser war 1962 schon zu alt und vermutlich auch zu teuer für die Rolle. 


Mein Lieblingsfilm ist "Liebesgrüße aus Moskau". Auch "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", "Leben und Sterben lassen", "Goldeneye" und "Casino Royale" gehören zu meinen Favoriten. Dagegen kann ich mich jedes Mal ärgern, wenn ich "Man lebt nur zweimal" (Sean Connery als Japaner verkleidet; kein Wunder, dass er danach zum ersten Mal als Darsteller zurückgetreten war) oder "Lizenz zum Töten" (ein dumpfer Rachefilm; ganz schlecht abgekupfert von "Lethal Weapon" oder "Die Hard") sehe. "Ein Quantum Trost" war leider ebenfalls nur mäßig, da im Prinzip eine Kopie von "Lizenz zum Töten".

"Skyfall" war deutlich besser als "Ein Quantum Trost", allerdings mit einem Drehbuch voller Ungereimtheiten und Logikfehler. Und leider strotzt auch "Spectre" voller "Fails", die beim Zusehen nerven – siehe die beiden YouTube-Videos dazu:

 


Fester und markanter Bestandteil aller Bond-Filme sind selbstverständlich die Songs mit dem typisch wuchtigen, theatralischen Sound. Zahlreiche namhafte Künstler wie Shirley Bassey, Paul McCartney, Nancy Sinatra, Tom Jones, Tina Turner, Duran Duran, a-ha, Madonna und Adele haben Titelsongs beigesteuert; dazu die eingängige, von John Barry stammende Leitmelodie. Zudem gibt es zahlreiche Mixe und Cover-Versionen. In meinen Playlists bei Deezer habe ich viele dieser Titel gesammelt:

 

 

 
Alle offiziellen Bond-Filme im Überblick 

  1. James Bond jagt Dr. No (1962)
  2. Liebesgrüße aus Moskau (1963)
  3. Goldfinger (1964)
  4. Feuerball (1965)
  5. Man lebt nur zweimal (1967)
  6. Im Geheimdienst ihrer Majestät (1969)
  7. Diamantenfieber (1971)
  8. Leben und sterben lassen (1974)
  9. Der Mann mit dem goldenen Colt (1975)
  10. Der Spion, der mich liebte (1977)
  11. Moonraker – Streng geheim (1979)
  12. In tödlicher Mission (1981)
  13. Octopussy (1983)
  14. Im Angesicht des Todes (1985)
  15. Der Hauch des Todes (1987)
  16. Lizenz zum Töten (1989)
  17. GoldenEye (1995)
  18. Der Morgen stirbt nie (1997)
  19. Die Welt ist nicht genug (1999)
  20. Stirb an einem anderen Tag (2002)
  21. Casino Royale (2006)
  22. Ein Quantum Trost (2008)
  23. Skyfall (2012)
  24. Spectre (2015)

Und dazu noch die "inoffiziellen" Bond-Filme

    • Casino Royale (1954; ein TV-Film mit Barry Nelson als CIA-Agent Jimmy Bond)
    • Casino Royale (1967; eine Parodie mit David Niven und Peter Sellers)
    • Sag niemals nie (1982; das Remake von "Feuerball")
    • Happy & Glourious (2012; ein Kurzfilm, der im Rahmen der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London gezeigt wurde)

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Mehr Infos zu James Bond unter:
 


FBI Special Agent Dale Cooper - Twin Peaks / "Fire walk with me"

Eine meiner Lieblingsserien ist bzw. war Twin Peaks (1990/1991) – eine skurile Mischung aus Krimi, Mystery, Horror, Soap Opera und Persiflage auf die vorgenannten Genres. Entwickelt von David Lynch (Eraserhead, Der Elefantenmensch, Blue Velvet, Wild At Heart, Dune etc.) und Mark Frost (Polizeirevier Hill Street), wurde die Serie ab 1990 ausgestrahlt – bestehend aus einem Pilotfim und 29 Episoden. 

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In der beschaulichen Kleinstadt Twin Peaks, mit rund 50.000 Einwohnern im Bundesstaat Washington unweit der kanadischen Grenze gelegen, geschieht ein Mord: Die 17-jährige Laura Palmer, überall bekannt und beliebt, wird tot aufgefunden. Da der örtliche Polizeichef Harry S. Truman mit den Ermittlungen allein überfordert wäre, übernimmt der smarte FBI Special Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) die Ermittlungen.

Cooper geht sehr unkonventionell an die Sache heran und findet nach und nach heraus, dass sich hinter den Kulissen des scheinbar idyllischen Holzfäller-Städtchens wahre Abgründe auftun. Auch die tote Laura Palmer, auf den ersten Blick ein liebes, hübsches und gescheites Mädchen gewesen, entpuppt sich als sexbesessenes, sadistisches Biest, das mit seinen Freunden gern wilde Orgien gefeiert und sogar in einem Bordell gearbeitet hatte. Cooper findet dank ihres Tagebuchs heraus, dass Laura seit ihrer frühen Kindheit fortwährend von einem mysteriösen Mann namens Bob missbraucht worden war. 


Special Agent Dale Cooper entlarvt schließlich den Mörder von Laura Palmer. Dabei helfen ihm Tagträume, in denen ihm u.a. die tote Laura Palmer, ein tanzender, rückwärts sprechender Zwerg, ein alter Mann und ein stummer Riese erscheinen. Wie sich herausstellt, wirken dunkle Mächte aus der Unterwelt in Twin Peaks, denen sich am Ende leider auch Dale Cooper geschlagen geben muss.

Die erste Hälfte der insgesamt 30 Episoden – also die "Laura Palmer-Episoden" – sind Kult; danach mit den "Windom Earl-Folgen" wurde es leider etwas langweilig. Trotzdem schaue ich mir die Serie immer noch sehr gerne an. Ebenso wie den anschließend gedrehten Spielfilm "Fire Walk With Me" (Twin Peaks – Der Film). Der Film ist ein Prequel und zeigt die letzten Stunden von Laura Palmer vor ihrem Tod – den Film daher nur schauen, wenn man die Serie schon kennt.


Zwischenzeitlich war die Serie im Fernsehen gar nicht mehr präsent; abgesehen von einer Wiederholung bei "Arte" vor einigen Jahren. Daher hat mich die Meldung überrascht, dass "Twin Peaks" fortgesetzt wird. Ab Mai 2017 werden neue Episoden mit FBI Special Agent Dale Cooper ausgestrahlt; wieder fabriziert von den beiden Produzenten David Lynch und Mark Frost. Neue Heimat der einstigen ABC-Serie ist der US-Sender Showtime.

In Deutschland laufen die Episoden derzeit bei "Sky Atlantic" und damit auch bei "Sky Go". Ich habe mir die ersten Folgen schon geschaut – mein erster Eindruck: Die dritte Staffel ist noch surrealer und schräger als die vorherigen Reihen; David Lynch als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur (und laut Abspann auch für das Sound-Design zuständig) hatte offensichtlich freie Hand und nutzte seine Freiheiten weidlich aus, um sich allen konventionellen Sehgewohnheiten bei Krimi-Serien zu widersetzen.


Im einem Interview erläuterte der zweite Produzent und Drehbuchautor Mark Frost, dass die Idee für eine Fortsetzung bei einem gemeinsamen Mitagessen mit David Lynch vor einigen Jahren entstanden sei. "Plötzlich waren wir mit unserern Gedanken wieder in dieser fiktiven Stadt und erkannten, dass wir noch viel mehr darüber wissen wollten ", sagte er. Die Handlung werde wieder in Twin Peaks spielen und man hoffe, möglichst viele der Charaktere aus den ersten beiden Staffeln miteinbeziehen zu können. Dies ist auch gelungen, wie ich nach Ansicht der ersten Episoden der dritten Staffel bestätigen kann. Neben den altbekannten Darstellern konnte man aber auch viele prominente Gaststars wie Ashley Judd, Tom Sizemore, Jim Belushi, Amanda Seyfried, Robert Forster, Jennifer Jason Leigh und sogar Richard Chamberlain verpflichten.

Wir können also gespannt sein. Und vermutlich reagieren wir am Ende der dritten Staffel so wie Homer Simpson — siehe YouTube-Video:

 


Mehr Infos zu Twin Peaks und Dale Cooper unter: 


Quelle für alle Videos auf dieser Seite: YouTube

 

 

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